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Aline Kämpf erkämpft sich die bronzene Auszeichnung an der U23 Mehrkampf-Meisterschaften

Aktualisiert: Sept 29

MM: Die Mehrkampf-SM der Nachwuchskategorien bis U23 wurde im Rahmen der Hochdorfer Mehrkampfmeisterschaften ausgetragen, dem mit mehr als 700 TeilnehmerInnen der grösste Anlass dieser Art in der Schweiz. Dementsprechend schwierig ist jeweils die Gestaltung des Zeitplanes dieses Anlasses. Mit einer 4-stündigen Lücke zwischen dem Hochsprung und dem Kugelstossen für die Frauen und U23 war dies dann ein Nebeneffekt dieses Anlasses. Man musste sich dementsprechend oft einwärmen, da mit solchen Unterbrechungen die Spannung verloren geht. Neben Aline Kämpf war zum Glück auch Patrizia Eha am Start. Zu zweit liessen sich die Pausen besser gestalten und das ständige Aufwärmen machte so auch mehr Spass. Leider nur als Zuschauer und Motivator war Birk Kähli dabei. Anfang Woche war er noch zuversichtlich als Zehnkämpfer am Start zu stehen. Die Schmerzen in den Adduktoren waren am Ende aber zu stark, um einen Start zu riskieren. Ebenfalls nicht ganz schmerzfrei starteten unsere 2 Frauen in den Siebenkampf. Aline spürt seit Mai ihren Hamstring Muskel, was bei ihr nur reduziertes Training zuliess. Und bei Patrizia machte die Wade zu schaffen. Ein Muskelstrang machte «zu» und konnte erst am Tag vor dem Wettkampf durch eine Dry-Needling-Behandlung gelöst werden. Dementsprechend unsicher startete sie im Hürdenlauf. Bis zur 9. Hürde lief sie gut, verspürte dann aber ein Zucken, verlor den Rhythmus, und aus war der Traum von einer guten Zeit. Mit 16.30s war die Zeit schlecht, aber Patrizia dennoch zufrieden, denn die Wade hatte gehalten und sie konnte im Siebenkampf verbleiben. Besser gelang Aline der Hürdenlauf: Sie verbesserte ihre PB auf 14.35s und verlor auf die Spitze nicht allzu viele Punkte. Im Hochsprung kam aber für die U23-Vizeschweizermeisterin in dieser Disziplin der Rückschlag, denn es war leider schon bei 1.64m Schluss. Trotzdem lag sie nach 2 Disziplinen auf dem 2. Platz. Patrizia übersprang 1.35m. Beim Kugelstossen konnten sich beide Athletinnen im letzten Wurf steigern. Aline stiess auf 11.98m und Patrizia auf 9.37m. Letztere fand nach dem schwachen Hochsprung auch im Kugelstossen immer noch nicht in den Wettkampf, wogegen Aline bereits nach drei Disziplinen einen komfortablen Vorsprung auf die 4. Platzierte der U23 Kategorie aufwies. Diesen konnte sie nach dem 200m noch ausbauen und lief nach einer ganz starken Kurve mit 25.58s wiederum eine neue PB. Auch Patrizia konnte endlich mit 27.63s einen technisch schönen Lauf auf die Rundbahn «brettern».

Am 2. Tag war man gespannt wie die Muskulatur der beiden Frauen auf die Belastung vom Vortag reagiert hatte. Sie schien OK und bereit für weitere Taten zu sein. Trotzdem waren alle angespannt, hatte man im Vorfeld des Wettkampfes doch nur reduziert (Patrizia) oder nie (Aline) Weitsprung trainiert, denn Alines Verletzungen liessen diese Belastung nicht zu. Aline zeigte aber im 2. Sprung mit 5.60m eine solide Leistung und auch Patrizia konnte ihren Mittelfeldplatz mit 4.56m halten. Im Speerwerfen wurden die Nerven abermals strapaziert. Das Einwerfen bei Aline lief schlecht und auch der 1. Versuch wurde ungültig gegeben. Im 2. Versuch schleuderte sie den Speer dann aber auf 38.54m und hatte damit ihren 3. Platz gefestigt. Bei Patrizia lief es umgekehrt: super Einwerfen und dann im Wettkampf zu verkrampft. Aber die 36.43m waren sicher das mit Abstand wertvollste Resultat ihres Wettkampfes. Im abschliessenden 800m Lauf war klar, dass Aline den 3. Rang in der U23 Kategorie würde halten können und damit die angestrebte SM-Medaille erringen würde. Sie wollte aber auch über alles gesehen am Ende auf dem 3. Rang stehen, denn die U23 waren in einer Gruppe zusammen mit den Frauen gestartet. Und die 4. Platzierte vor dem 800m Lauf war eine Startende der Frauenkategorie und zudem als starke 800m Läuferin bekannt. Die Anspannung war dementsprechend gross, durfte Aline doch höchsten 10s auf diese Athletin verlieren. Doch am Ende reichte es mit einer Zeit von 2:32.70min souverän für den 3.Rang nicht nur in der U23 Kategorie, sondern auch im Gesamtklassement. Mit 5233Pt kam sie auch wieder nahe an ihre persönliche Bestleistung von 5270Pt heran. Sie ist momentan in der Jahreswertung die fünftbeste Athletin der Schweiz im Siebenkampf. Auch Patrizia konnte mit 2:46.97min gut mit ihren direkten Konkurrentinnen mithalten und wurde am Ende gute 14. mit 3624 Punkten.

Damit geht eine erfolgreiche Sommersaison zu Ende. Nach anfänglichen frustrierenden Corona-Einschränkung kam ab dem Sommer dann doch noch ein normaler Wettkampfbetrieb in Gange. Nun geht es nach einer 3- bis 4-wöchingen Pause wieder ins Aufbautraining und dann hoffentlich in eine normale Hallensaison.


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