Medaillenregen für den TV Riehen an den Nachwuchs-SM
- matthiasmueller4
- 15. Sept.
- 3 Min. Lesezeit
Die Erfahrung hat uns gelehrt, dass wir in etwa 3 Chancen für einen Medaillengewinn brauchen, um dann tatsächlich einen zu realisieren. In diesem Jahr haben unsere TVR Nachwuchs-AthletInnen diese Erfahrungswerte ziemlich in Frage gestellt, und zwar im positiven Sinne.
Samule Ifenkwe gewinnt Bronze Im Hammerwerfen der U23.
Gleich im ersten Wettkampf am späten Freitagabend gewann Samuel Ifenkwe die erste Medaille für den TVR im Hammerwerfen. Im 2. Versuch glückte ihm ein Wurf auf 41.38m was am Ende für die bronzene Medaille reichte. Zwar war er mit der erzielten Weite nicht ganz zufrieden, aber dass er sich in einem spannenden Dreikampf um Bronze bei wahrlich nicht einfachen Verhältnissen - Verzögerungen im Zeitplan, Fluchtlicht, und ein Abendtau-feuchter Ring – durchsetzen konnte, ist schliesslich alles was in einem Meisterschaftswettkampf zählt.

Doppelsieg im Dreisprung der U18
Am Samstag überzeugten vor allem die Dreispringer der U18 in Zofingen. Mit dem Gewinn einer Medaille wurde gerechnet, weil Robin Helfenstein mit der 2.besten Weite anreiste. Am Ende konnte der TV Riehen gleich einen Doppelsieg feiern. Robin Helfenstein gewann mit 13.33m vor seinem Kollegen Manuel Schmelzle mit 12.57m, was für Manuel persönliche Bestleistung (PB) bedeutete. Ebenfalls eine Medaille hat man Leo Fauser bei einem optimalen Wettkampf zugetraut. Einen solchen absolvierte Leo aber nicht und dennoch reichte es für die silberne Auszeichnung. Bereits bei seiner Einstiegshöhe auf 1.90m startete er mit einem Fehlversuch und bei 3 weiteren Höhen brauchte er sogar 3 Versuche, um im Wettkampf zu bleiben. Das war auch so bei der Siegerhöhe von 2.02m (PB; Vereinsrekord). Leider wurde er wegen der vielen Fehlversuche als Zweiter gewertet. Das war eine richtige Willensleistung von Leo!
Am Samstag fanden zudem die Vorläufe im 400mH der U23W und im1500m-Lauf der U18M statt. Bei diesen qualifizierten sich Irina Antener bzw. Koon de Jong und Alex Stricker souverän für den Final vom Sonntag. Leider konnte sich Joah Wüthrich beim 800m (1:58,64 min.) nicht für den Final qualifizieren. Der Militärdienst mit den verkürzten Schlafzeiten waren der Sprintausdauer definitiv nicht förderlich.

Manuel links und Robin rechts

Leo Fauser
Irina Antener gewinnt Silber bei den U23 im 400mH.
Nach bester Zeit im Vorlauf liebäugelte man beim 400mH Final der weiblichen U23 am Sonntag sogar mit einer weiteren Goldmedaille für den TVR. Jedoch kann beim 400m Hürdenlauf viel Unerwartetes passieren. Tatsächlich verlor Irina nach 200 Metern den Rhythmus, musste jeweils vor den Hürden tippeln und verlor dadurch viel Schwung und Kraft. Trotzdem lief sie eine neue persönliche Bestzeit (60.73s; Vereinsrekord) und klar auf den 2. Platz. Chancenlos dagegen waren die beiden 1500m Läufer der U18 im Finaldurchgang in Zofingen. Koon lief jedoch eine persönliche Bestleistung(4:05,73 min.) und wurde mit dem 6. Rang belohnt, zwei Plätze vor seinen Kollegen Alex Stricker (4:06,86 min.). Ebenfalls mit persönlicher Bestleistung oder Saisonbestleistung konnten die AthletInnen im Diskus glänzen. Lynn Hauswirt schleuderte den Diskus auf beachtliche 41.30m (PB; Rang 5) und auch Nicola Graf fand den Schlüssel für weite Würfe (37.63m) wieder. Rang 7 überraschte wohl auch ihn selbst. Ebenfalls unter den ersten 8 konnte sich Florens Moor im Dreisprung der U23 klassieren. Mit klarer neuer PB von 12.80m klassierte er sich auf Rang 7. Einzig Laurens de Zaaijer zahlte noch ein wenig Lehrgeld an seiner ersten SM. Zwar lief er im 400m mit 52.05s eine neue persönliche Bestleistung (Rang 15), zeigte dann aber im Weitsprung grosse Probleme beim Anlauf, traf den Balken überhaupt nicht und schied nach 3 Versuchen aus. Beim 2000m Lauf der U16 schliesslich waren gleich 2 TVR-Athleten mit am Start: Max Reinhardt erreichte mit PB von 6:08,16 min. den 16. Rang und Michael Cassidy in 6:22,21 min. den 27. Schlussrang.

Zusammenfassend darf man sagen, dass die Nachwuchs-SM äusserst erfolgreich war. Nicht nur wurden 5 Medaillen gewonnen (1 x Gold, 3x Silber und 1x Bronze), sondern praktisch alle AthletInnen erreichten beim Saisonhöhepunkt ihre beste Jahresleistung. Gratulation allen AthletInnen zu diesen fantastischen Resultaten!

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