• matthiasmueller4

Schweizerische Vereinsmeisterschaften 2022

Die Frauen des TV Riehen werden Vizemeister in der Regionalliga A.


Mit 2 Vereinsrekorden, erzielt von Aline Kämpf in 12.11s über 100m und Irina Antener über 400m in 57.25s, letzteres gleichbedeutend mit der Erfüllung der U18 EM Limite, sowie der Silbermedaille der Frauen reiste der TVR zufrieden aus Ibach zurück nach Riehen.


MM: Die Vereinsmeisterschaften in der Leichtathletik sind jeweils eine emotionale Achterbahnfahrt. Dieses Jahr war es eine spezielle Ausgabe für Adrenalinjunkies. Angefangen hat es bei den Männern noch sehr gut mit dem Diskuswerfen. BirkKähli und Nikola Graf eroberten mit 36.14m und 32.48m als 3. und 5. erste wichtige Rangpunkte. Leider musste BirkKähli direkt vom Diskus zum 4 x100mStaffeleinsatz. Ein Üben der Übergabe mit seinem Vereinskollegen Patrick Anklin lag nicht mehr drin. Bedauerlicherweise resultierte dies dann in einem Übergabefehler und damit der Disqualifikation des ersten Staffelquartetts (die Zeit hat nahe am Vereinsrekord gestoppt). Somit musste das 2. Quartett liefern. In deren Lauf stürzte bei der letzten Übergabe das führende Team und behinderte den TVR, was sie zu einem Stop and Go zwang, womit dieses zweite Team mit Qurin Darms, Fabian Zihlmann, Luc Löffel und Daniel Konieczny schließlich nur den 8 Schlussrang belegte. Ein herber, erster Dämpfer für das Männerteam. Die Frauen machten es in der Staffel besser, obwohl man sich zeitlich noch mehr erwarten hätte. In der Besetzung Aline Kämpf, Patrizia Eha, Irina Antener und Nicole Thürkauf lief das Team als 4.- schnellstes Team in 48.66s über die Stadionrunde. Das zweite Team mit NorinaSankieme, Luce und Anouk Pieters sowie Malvina Trier wurde 9. in 53.67s. Weiterhin gut schlugen sich die Frauen im Kugelstossen: Patrizia Eha bestätigte ihre Fortschritte und wurde 2. mit 11.24m, Anouk und LucePieters wurden 9. und 11. mit 8.75m und 8.68m. Bei den Männern ging es leider weiter mit den Enttäuschungen. Bei Leo Fauser riss eine Verletzung auf und er musste im Hochsprung bei 1.60m aufgeben. Hingegen zeigte der Sprinter Patrick Anklin seine Sprungkraft und übersprang 1.80m, was für ihn zu Rang 5 reichte. Bei den Frauen übersprang Aline Kämpf zum erst zweiten Mal die 1.70m. Mit 1.71m wurde sie zweite. Nicole Thürkauf sicherte dem Frauenteam als 11te mit 1.45m weitere wichtige Punkte. Ein weiterer Achterbahn-Looping folgte beim Weitsprung: Bei den Frauen sprangen Norina

Sankieme und LucePieters auf die Ränge 12 und 14 mit 4.79m und 4.68m. Bei den Männern verletzte sich Marco Thürkauf beim ersten Versuch ziemlich spektakulär, womit bei den Männern ein weiterer Spitzenrang verloren ging. Dafür sprang im wahrsten Sinn des Wortes Luc Löffel in die Bresche. Er verbesserte seine persönliche Bestleistung auf 6.19m und erreichte den 2. Rang. Rang 10 im Weitsprung sicherte sich der 800m Läufer Noah Siebenpfund mit 5.49m. Mit besserer Landung wäre bei ihm noch einiges mehr möglich. Auch bei der nächsten Disziplin, dem 1500m-Lauf ging es kräftig die Schiene rauf und runter, doch dieses Mal traf es die Frauen. Emma Böhm musste den Lauf abbrechen, womit nur Malvina Trier mit 5.47:33 Min. als 10te zählte. Bei den Männern lief der U18-Athlet JoahWüthrich mit 4:15,43 Min nur ganz knapp an der U18 Vereinsbestleistung vorbei. Der 4. Rang drei Ränge vor seinem Vereinskollegen MaelMadero war die Ausbeute. Beim 100m-Lauf dann ein letzter Looping: dieses Mal wieder bei den Männern. Den stärksten TVR-Sprinter Patrick Anklin plagte wiederum der Hamstring-Muskel und zwang ihn zum Forfait. Daniel Koniezcny lief als 10ter mit 11.87s und Florens Moor als 14ter mit 12.00s ins Ziel. Ganz anders die Frauen: Aline Kämpf lief neuen Vereinsrekord mit 12.11s und Irina Antener lief zum dritten Mal in ihrer Karriere 12.47s. Der 2. und 4. Platz in dieser Disziplin waren die Ausbeute für die Frauen. Damit war die Achterbahnfahrt zu Ende. Der Rest war Karussell. Beim Speerwurf errang Karin Olafsson einen Sieg mit sehr guten 42.24m. Rang 6 sicherte sich Lynn Hauswirth. Bei den Männern wurden Nikola Graf und Fabian Zihlmann 10te und 12te mit 43.18m und 32.85m. Als letzte Wurfdiszplin blieb bei den Frauen der Diskuswurf und bei den Männern das Kugelstossen. Die Frauen dominierten das Diskuswerfen. Karin Olafsson gewann mit 35.36m und Lynn Hauswirth sorgte mit 33.88m gleich für einen Doppelsieg. Mit 28.81m «nur» drittbeste Riehenerin wurde hier Aline Kissling. Damit zählte der gut 5. Rang in dieser Disziplin nicht für die Mannschaftswertung, da nur die jeweils die zwei besten Resultate von maximal 3 startberechtigten AthletInnen pro Disziplin für die Mannschaftswertung zählen. Die Ränge 4 und 11 resultierten beim Kugelstossen der Männer. BirkKählistiess die Kugel auf 10.92m und Fabian Benkler auf 9.23m. Es blieben noch 2 Laufdisziplinen. Über 110m-Hürden zeigte wiederum Luc Löffel seine Fortschritte und blieb mit 16.62s nur einen Hauch über der U23-SM Limite. Dafür wurde er mit Rang 7 belohnt. Daniel Koniezcny wurde leider von einem Konkurrenten behindert, kam aus dem Rhythmus und wurde letztlich 10. Bei den Frauen lief Patrizia Eha in der guten Zeit von 15.72 auf Rang 5. Weitere wichtige Punkte lieferte als 9. Einmal mehr Nicole Thürkauf in 17.42s. Beim abschliessenden400m- Lauf war man gespannt auf den Auftritt von Irina Antener. Sie erfüllte einmal mehr die hohen Erwartungen. Gleich in ihrem ersten wettkampfmässigen 400m-Lauf erzielte sie in 57.25s einen neuen Vereinsrekord. Ebenfalls unterbot sie damit die U18 EM-Limite über diese Distanz. Der 3. Rang in dieser Disziplin war die Belohnung. Ebenfalls sehr gut war der Lauf von Malvina Trier. Obwohl sie bereits einen 1500m-Lauf in den Beinen hatte, lief sie die Bahnrunde in 63.36s und erfüllte damit die SM-Limite für die Schweizermeisterschaften der U18 in Riehen. Bei den Männern war Noah Siebenpfund mit 53.72s der Schnellste. Wie bei den Frauen erfüllte auch der bereits im 1500m-Lauf gestartete U18 Athlet JoahWüthrich in 53.97s die SM Limite für die U18-SM auf der heimischen Grendelmatte.

Am Ende reichte es bei den Frauen für den grossartigen 2. Rang. Die Männer hingegen enttäuschten mit dem letzten Rang, wobei es dafür reichlich Erklärung gab.

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